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Der Hybrid-Hotelier: Ihr unabhängiger Leitfaden für erfolgreiches Revenue Management

Ein unabhängiges Hotel zu führen ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Hinzu kommt, dass die Grenzen zwischen Hotels und Apartments immer mehr verschwimmen und einen einzigen, stark umkämpften Buchungsmarkt entstehen lassen. Ihre Konkurrenz ist nicht mehr nur die Markenhotelkette nebenan – es ist auch der Serviced-Apartment-Komplex im nächsten Block. Um sich durchzusetzen, müssen Sie überkommenes Denken hinter sich lassen und auf eine daten- und technologiegestützte Strategie setzen.

Dieser Artikel basiert auf einem aktuellen PriceLabs-Webinar mit den Branchenexperten Carlos Avila (AR Revenue Marketing) und Daniel Polo (SocialTur) und liefert Ihnen die taktischen Schritte, die Sie brauchen, um Ihren Umsatz zu optimieren in dieser neuen, hybriden Welt.

Die neue hybride Realität verstehen

Das Gastgewerbe hat sich grundlegend gewandelt. Nach der Pandemie haben sich beide Unterkunftsarten weiterentwickelt, um den veränderten Bedürfnissen der Reisenden gerecht zu werden – mit deutlichen Marktüberschneidungen als Folge:

  • Hotels integrieren zunehmend Apartment-Merkmale (z. B. kleine Küchenzeilen), um Gäste mit längeren Aufenthalten anzusprechen.
  • Apartments übernehmen Hotelleistungen (z. B. tägliche Zimmerreinigung, standardisierte Gästeerlebnisse, digitaler Remote-Check-in), um ihr Angebot zu professionalisieren.

Diese Verwischung der Grenzen bedeutet, dass nicht mehr der Unterkunftstyp die Entscheidung des Gastes bestimmt, sondern der Zweck der Reise.

Kernaussage: „Die Nachfrage ist zwischen beiden Unterkunftstypen sehr, sehr ähnlich. Was ein Gast sucht ��� einen Schlafplatz und optionale Zusatzleistungen – das treibt letztendlich die Entscheidung.“ — Carlos Avila

Ein innerstädtisches Hotel konkurriert nun direkt mit einem Apartment um ein spontanes Wochenende, während eine Familie bei einem einwöchigen Aufenthalt das Preis-Leistungs-Verhältnis und den Platz eines Apartments gegen den Komfort eines Vollservice-Hotels abwägt.

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Hotel vs. Apartment: Die wichtigsten datengestützten Unterschiede

Auf Basis realer Portfolio-Performance zeigen sich klare Umsatzunterschiede zwischen den Assettypen:

MetricApartment Portfolios (STR)Hotel PortfoliosWhy the Difference?
Length of Stay (LOS)11% HigherLowerApartments satisfy the need for a ‘home concept’ and space for longer trips.
Occupancy9% HigherLowerLonger stays result in fewer gaps in the calendar.
Average Daily Rate (ADR)Lower12% HigherGuests are willing to pay a premium for full service, 24-hour reception, and communal spaces.
ProfitabilityHigh RevPMS (Revenue per Square Meter) is harder to achieve due to lower ADR.Higher RevPMS (up to 47% higher in some cases) due to higher ADR in a smaller footprint.

Einblick in die Betriebskosten: Apartment-Eigentümer müssen höhere einmalige Reinigungskosten für größere Einheiten einkalkulieren, was die Annahme von Einübernachtungen zu einem niedrigen Preis wesentlich schwieriger macht als für ein Hotel.

Die 3 Säulen Ihrer strategischen Preisstruktur

Basis-, Min- und Max-Preise für Hotels einrichten
Basis-, Min- und Max-Preise für Hotels einrichten

Bevor ein Algorithmus eigenständig arbeiten kann, müssen Sie die Grenzen Ihrer Preisstrategie definieren. Sie als Eigentümer/Manager bringen das Fachwissen ein, das die Daten allein nicht erfassen können.

  1. Der Mindestpreis (Ihr Preisboden)
    • Das ist die niedrigste Tarif, die Sie bereit sind zu akzeptieren. Er muss Ihre absoluten Mindestbetriebskosten (Reinigung, Nebenkosten, Personal) und eine gewünschte Gewinnmarge abdecken.
    • Praxistipp: Kennen Sie Ihr wirkliches Minimum. Wenn der Markt aggressiv ist und der Algorithmus die Preise unter Ihren Preisboden drückt, ist es besser, unvermietet zu bleiben, als mit Verlust oder einer zu kleinen Marge zu verkaufen, die Ihr Team belastet.
  2. Der Basispreis (Der Anker des Algorithmus)
    • Das ist der Ausgangspunkt für alle Berechnungen. Das Dynamic-Pricing-Tool nutzt diesen Preis, um alle Erhöhungen und Senkungen auf Basis von Nachfrage, Markt und Belegung anzuwenden.
    • Praxistipp: Setzen Sie diesen Preis mit größter Sorgfalt. Ihr Basispreis sollte auf Basis sorgfältiger Prognosen aus historischen Daten bestimmt werden. Ist der Basispreis falsch, werden alle folgenden Dynamic-Pricing-Entscheidungen fehlerhaft sein.
  3. Der Maximalpreis (Die Decke durchbrechen)
    • Das ist der höchste Preis, zu dem das System verkaufen darf.
    • Als Revenue Manager ist es Ihr Ziel, den Umsatz zu maximieren. Auch wenn Sie diesen Grenzwert eigentlich aufheben sollten – wenn Sie (oder Ihr Eigentümer) beim Erreichen neuer Preisspitzen ein Gefühl von 'Schwindel' verspüren, setzen Sie einen etwas höheren Maximalpreis und erweitern Sie die Grenze schrittweise im Laufe der Zeit. So bauen Sie Vertrauen auf und erzielen dennoch mehr Umsatz als mit statischen Preisen.

Bonus: Was ist Dynamic Pricing im Hotel? Ein vollständiger Leitfaden für unabhängige Hoteliers

Buchungsfenster und Kannibalisierung meistern

Ein beträchtlicher Teil des Umsatzes wird oft in den letzten 7–14 Tagen gebucht. Ihre Strategie muss diese schnelle Entscheidungsfindung widerspiegeln und gleichzeitig das Risiko managen, dass Ihre eigenen Unterkünfte sich gegenseitig unterbieten.

Dos und Don'ts für Buchungsfenster-Promotionen

StrategyDO’SDON’TS
Long-Term (Early Bird)DO price as expensively as possible to prevent under-protection (selling out too quickly). DO prioritize non-refundable offers to mitigate high cancellation risk.DON’T use flexible cancellation policies. Early reservations have a high tendency to cancel and re-book.
Short-Term (Last-Minute)DO apply a Last-Minute Discount (10-15% in the final 7–14 days) to sell perishable inventory. DO drop the Minimum Length of Stay (MLOS) for apartments to one night in the final few days to compete with hotels.DON’T discount so steeply that it causes your early-bird guests to cancel and re-book cheaper, as this damages goodwill and revenue.

Internen Wettbewerb im Portfolio verhindern

Sie verwalten mehrere Unterkünfte (Hotelzimmer, Apartments oder beides) im selben Gebiet. Sie müssen verhindern, dass diese miteinander konkurrieren und die Preise drücken – ein Phänomen, das als Kannibalisierung bekannt ist.

Hier sind automatisierte Belegungsanpassungen unverzichtbar:

  • Für Hotels (zimmertyp-basierte Belegungsanpassungen – MROBA): Nutzen Sie dies, um die Preise für einen bestimmten Zimmertyp zu steuern. Sind 8 von 10 Doppelzimmern verkauft, werden die verbleibenden 2 automatisch höher bepreist – unabhängig davon, wie voll Ihre Einzelzimmer sind.
  • Für Apartments (portfoliobasierte Belegungsanpassungen – POBA): Fassen Sie alle Einheiten mit ähnlichen Merkmalen (z. B. alle 2-Schlafzimmer-Apartments im Stadtviertel) in einem einzigen Portfolio zusammen. Wenn sich dieses Portfolio füllt, erhöht der Algorithmus den Preis der verbleibenden Einheiten in der Gruppe automatisch. So maximieren Sie den Umsatz über Ihr gesamtes Asset-Cluster hinweg.

Der entscheidende Vorteil: Den Direktkanal priorisieren

Während OTAs für die Sichtbarkeit entscheidend sind (ein Gast findet Sie auf Booking.com und sucht dann Ihren Namen auf Google), hängt Ihre Rentabilität von der Maximierung des Direktbuchungskanals ab.

  • Die Kraft des Mehrwerts: Konkurrieren Sie nicht nur über den Preis. Ihre Direktbuchungsmaschine muss greifbaren Mehrwert bieten, den eine OTA nicht leisten kann:
    • Exklusive Preise für bestimmte Zimmer- oder Apartment-Typen.
    • Spezielle All-inclusive-Pakete (z. B. Abendessen, lokales Erlebnis, Spa).
    • Flexiblere oder garantiert bessere Stornierungsbedingungen.
    • Umfangreichere, detailliertere Unterkunftsinformationen (wie die Entfernung zu Sehenswürdigkeiten).
  • Füttern Sie das System: Arbeiten Sie eng mit Ihrem PMS (Property Management System) zusammen, um sicherzustellen, dass Sie die granularsten Daten eingeben (z. B. Entfernung zu Sehenswürdigkeiten, Belegungsdetails wie 2 Erwachsene + 1 Kind + 1 Baby). Diese detaillierten Informationen ermöglichen es Ihnen, von Metasuchmaschinen (wie Google Free Listings) und modernen KI/LLM-Suchen gefunden zu werden.

Die PriceLabs-Verbindung: Automatisierung und Aufsicht

PriceLabs für Hotels
PriceLabs für Hotels

Der Schlüssel zur Navigation in diesem hybriden Markt ist zu wissen, wann Sie die Automatisierung arbeiten lassen und wann Sie eingreifen sollten.

Daumenregel: Wenn Sie sich dabei ertappen, täglich manuell Preise zu ändern, ist Ihre grundlegende Strategie fehlerhaft. Sie kämpfen gegen den Algorithmus, anstatt ihn zu lenken.

Das Dynamic-Pricing-Tool ist darauf ausgelegt, eigenständig zu arbeiten – aber Sie müssen seine Ergebnisse im Hinblick auf Ihre Ziele überwachen.

So hilft PriceLabs:

  1. Angepasster Nachfragefaktor: Standardmäßig gewichtet PriceLabs Ihre Marktdaten zu 90 % in Richtung Kurzzeitvermietungen (STR) und zu 10 % in Richtung Hotels. Wenn Sie ein unabhängiges Hotel sind, das stark gegen Apartments konkurriert, können Sie den Support kontaktieren, um dies auf eine 50/50-Aufteilung anzupassen – so reagieren Ihre Preise auf beide Markttypen.
  2. Ziel- und Prognose-Tracking: Nutzen Sie das Tool Report Builder innerhalb von PriceLabs, um Ihre internen Umsatzziele (Ihre Prognosen) hochzuladen. So können Sie Ihr aktuelles Buchungstempo mit Ihren Zielen abgleichen und erkennen, wann und wo Sie Ihre Preisparameter – nicht die täglichen Preise – anpassen müssen.
  3. Kannibalisierung verhindern: Nutzen Sie die Funktion Portfolio Occupancy Based Adjustment (POBA), um Ihre Unterkünfte zu gruppieren und ihre Preisgestaltung kollektiv zu steuern – damit der Wettbewerb extern bleibt und nicht intern wird.

Fazit

Heute konkurrieren unabhängige Hoteliers auf einem gemischten Markt. Um erfolgreich zu sein, müssen Sie die harten Daten akzeptieren: Apartments erzielen längere Aufenthalte und eine höhere Belegung, während Hotels höhere ADRs und RevPMS erzielen. Die Gewinnstrategie besteht darin, eine intelligente Min/Basis/Max-Preisstruktur festzulegen, Automatisierung wie POBA zur Kontrolle des internen Wettbewerbs einzusetzen und Ihren Direktkanal mit unschlagbarem Mehrwert zu stärken.

Konzentrieren Sie sich darauf, Ihre Parameter richtig einzustellen, lassen Sie den Algorithmus die schwere Arbeit erledigen und greifen Sie nur ein, wenn Ihre datengestützte Prognose zeigt, dass Sie von Ihren Umsatzzielen abweichen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Was ist der Hauptunterschied zwischen einer Preisstrategie für Hotels und für Apartments?

A: Der Hauptunterschied liegt im Mindestaufenthalt (MLOS) und im Mindestpreis. Apartments haben oft höhere Fixkosten (größere Einheit, professionelle Reinigung), die es unwirtschaftlich machen, eine Einübernachtung zu einem niedrigen Preis anzunehmen. Hotels haben in der Regel niedrigere Reinigungskosten pro Nacht, was ihnen mehr Flexibilität gibt, den MLOS zu senken und kurzfristig Einzelnächte zu verkaufen.

F: Sollte ich meine anderen Unterkünfte aus meiner PriceLabs-Vergleichsgruppe ausschließen?

A: Nein, in fast allen Fällen nicht. Wenn Sie 14 Einheiten im selben Gebäude haben, sollten diese in der Vergleichsgruppe sein. Nutzen Sie die Funktion Portfolio Occupancy Based Adjustment (POBA), um sicherzustellen, dass die verbleibenden Einheiten ihren Preis kollektiv erhöhen, wenn Ihre Einheiten vermietet werden. Das verhindert interne Kannibalisierung und maximiert gleichzeitig den Gruppenertrag.

F: Wie oft sollte ich meine Dynamic-Pricing-Einstellungen überprüfen?

A: Ihre Kerneinstellungen (Min, Basis, Max und Belegungsanpassungen) sollten nur dann überprüft und angepasst werden, wenn Ihr tatsächliches Buchungstempo oder Ihre Prognosen eine signifikante Abweichung von Ihren Zielen zeigen. Sie sollten die Strategie überwachen, nicht beeinflussen (d. h. keine täglichen manuellen Preisänderungen vornehmen).

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